Jeder hat seine persönliche Lieblingsmusik

Die meisten Menschen lieben Musik, die einen mehr, die anderen weniger. Es gibt eigentlich keinen der Musik hasst. Man ist eventuell abgeneigt gegenüber verschiedenen Musikstilen, findet andere wiederum klasse. Die Lieblingsmusik jedes einzelnen kann sich auch im Laufe der Zeit mehrmals wandeln. Warum dies so ist hängt von vielen Faktoren ab.

Zum einen verändert sich die Musik selbst im Laufe der Jahre, zum anderen nimmt das soziale Umfeld sehSex-drugs-and-rock-n-roll-r viel Einfluss auf den persönlichen Geschmack. Ein dritter und entscheidender Faktor ist das Alter. Nicht, dass man alt und langweilig wird, nein – ganz im Gegenteil. Mit dem Älterwerden kommt man mit viel mehr verschiedenen Stilen in Berührung und findet eventuell Gefallen an etwas, was man 10 Jahre früher noch gar nicht kannte.

Sex, Drugs & Rock ´n Roll

Der bekannte Spruch, der an die wilde Zeit in den 70er Jahren erinnert, beinhaltet auch in anderer Hinsicht eine gehörige Portion Wahrheit. In der Tat geschieht beim Hören der Lieblingsmusik im Körper etwas Ähnliches wie beim Sex. Es kommt zur Ausschüttung eines Botenstoffes, der den Körper eben in jenes Glücksgefühl versetzt. Dieser Botenstoff besitzt den Namen Dopamin.

Bei den Teilnehmern einer aktuellen Studie wurde unter Zuhilfenahme spezieller Computertomographien die Reaktion der Teilnehmer auf ihre Lieblingsmusik gemessen. Die Intensität mit denen die Teilnehmer je nach Musik erregt wurden, konnte dem Gehirn anhand des Herzschlags, der Atmung, dem Hautwiderstand und Temperaturschwankungen zugeordnet werden.

Eine der interessantesten Einsichten war, dass sich der Dopaminpegel im Körper schon bei der Erwartung der Lieblingsmusik deutlich erhöht. So ist wohl auch die ganz spezielle Vorfreude und das besondere Gefühl zu erklären, welches einem schon beim Ticketkauf für ein Konzert seiner Lieblingsgruppe widerfährt.

Da die Dopaminausschüttung eine wichtige Rolle beim Erlernen neuer Verhaltensweisen spielt, lässt sich die Musik gezielt in der Wissenschaft einsetzen. Die Steuerung von Menschen durch Musik wird vor allem in der Werbung schon seit Jahrzehnten eingesetzt. Wer seine Lieblingsmusik in einem Werbespot hört, neigt eher dazu das Produkt zu kaufen. Dies ist ein Grund weswegen man immer wieder aktuelle Superstars aus dem Musikbusiness in Werbespots sieht oder deren Lieder hört.